Chemie – Stoffe und Elemente verstehen
24. Mai 2011 # 11:04 # Grundkenntnisse der Wissenschaft - "Schulfächer" # Keine Kommentare
Die Chemie bezieht sich auf den Zustand von Stoffen
Bei der Chemie handelt es sich um die Lehre von dem Aufbau, dem Verhalten und der Umwandlung von Stoffen und den darin geltenden Gesetzmäßigkeiten. In ihrer heutigen Form entstand die Chemie als eine exakte Naturwissenschaft während des 17. und 18. Jahrhunderts. Dies geschah allmählich aus einer Anwendung rationalen Schlussfolgerungen, die auf Experimenten und Beobachtungen der Alchemie herrührten. Zu den größten Chemikern gehörten Humphry Davy, Robert Boyle und Justus von Liebig. Während chemischen Reaktionen werden zwischen Atomen Bindungen getrennt und daraufhin neu gebildet, wodurch eine Stoffveränderung stattfindet. Die relevanten Eigenschaften von Atomen befinden sich für die Chemie nahezu ausschließlich in der Struktur der Elektronenhülle. Eingriffe, die die Art der Stoffe unverändert lassen, auch wenn sie Erstarren oder Schmelzen, gehören nicht der Chemie an, sondern der Physik.
Allgemeines zur Chemie
In der Chemie befasst man sich mit den Eigenschaften der Elemente und Verbindungen. Auch der Übergang von einer Verbindung zu einer anderen ist von großer Bedeutung und liegt im Interesse des Betrachters. Dabei bestehen die einzelnen Elemente zwar nur aus bis zu 118 bekannten Elementen, doch aufgrund der Vielzahl der möglichen Verbindungen, sind mehrere Millionen äußerst unterschiedliche Verbindungen bekannt. Hierdurch entstehen Materien wie Wasser, Kunststoffe, Pflanzen- und Tiergewebe, Metalle und vieles weitere mehr. Darin spielt die Art der Zusammensetzung der Elemente eine tragende Rolle für das entstehende Produkt und bestimmt seine chemischen und physikalischen Eigenschaften. Dadurch wird die Chemie zu einem sehr umfangreichen wissenschaftlichen Gebiet. Sehr wichtig ist die Chemie etwa innerhalb der Medizin. Bei der Suche nach neuen Arzneimitteln und während der Herstellung dieser ist die Chemie unentbehrlich. Auch in der Ingenieurwissenschaft und in der Physik wird die Chemie sehr häufig benötigt.
Fachrichtungen der Chemie
Die Chemie lässt sich in die anorganische und organische Chemie einteilen. Seit etwa 1890 kam auch die physikalische Chemie hinzu. Seit 1828 die Harnstoffsynthese geglückt war, verwischen sich die Grenzen zwischen der anorganischen und organischen Chemie recht häufig. Dennoch wurde die Unterscheidung zwischen anorganischer und organischer Chemie beibehalten. Bei den verschiedenen Gebieten der Chemie fangen diese Bereiche bei der allgemeinen Chemie an. Darunter werden die Grundlagen der Chemie verstanden. Diese sind in allen weiteren Teilbereichen von großer Bedeutung und stellen daher das Fundament sämtlicher Chemie dar. Beschrieben werden darin das Periodensystem der Elemente, der Aufbau des Atoms, chemische Bindungen, Grundlagen der Basen, Säuren und Salzen und mögliche chemische Reaktionen. Aufgrund dieses einführenden Aufbaus der allgemeinen Chemie steht diese am Anfang jeden Teilbereiches. Die anorganische Chemie oder Anorganik beschäftigt sich mit Verbindungen, die nicht hauptsächlich aus Kohlenstoffketten bestehen. Die Anorganik beschäftigt sich vielmehr mit Säuren, Laugen und Salzen. Die organische Chemie oder Organik beschäftigt sich hingegen hauptsächlich mit dem Element Kohlenstoff und nur wenigen anderen Stoffen. Dennoch besitzt die Anorganik die meisten Verbindungen. Bei der physikalischen Chemie hingegen handelt es sich um den Grenzbereich zwischen der Chemie und der Physik. Während sich die Organik und Anorganik damit beschäftigt, wie sie eine Verbindung ermöglichen kann, erörtert die physikalische Chemie Fragen zu der Thermodynamik, Kinetik, Spektroskopie und manches weitere mehr.
Picture: paolo toscani – Fotolia
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